Imker werden

Jungimker-Ausbildung

Die theoretische Ausbildung erfolgt anhand der Schulungsmappe „Grundwissen für Imker“, die der Imkerei-Anfänger kostenlos vom Verein zur Verfügung gestellt bekommt (Die Schulungsmappe ist auch als App verfügbar). Die Schulungsthemen sind auf die saisonalen Arbeiten abgestimmt, die Schulung findet jeweils beim Vereinstreffen, vor dem Imkerstammtisch statt.
Die Fragen zu den einzelnen Kapiteln der Schulungsmappe werden bei den Jungimkerschulungen besprochen. Unterstützend ist die entsprechende App, die man in den jeweiligen Appstores kaufen kann.

Die praktische Ausbildung erfolgt durch den Imkerpaten, der den Jungimker an seinem Bienenstand mitarbeiten lässt und ihm dabei sein Wissen vermittelt. Soweit die Jahreszeit und das Erlernte es zulassen, betreut der Jungimker im Verlauf der Saison seinen ersten Ableger und kann diesen u.U. schon im Spätsommer „zu Hause“ oder auf dem Vereinsgelände aufstellen.

Am 1. und am 3. Samstag im Monat von April bis September findet auf dem Vereinsgelände eine weitere praktische Schulung an den Vereinsbienenvölkern statt. Solange man seine eigenen Völker dort noch stehen hat, wird an ihnen unter Anleitung gearbeitet.

Was muss man investieren / Zeit und Kosten?

Honigbiene trinktAlle Imker und die die es werden wollen schließen sich einem Imkerverein an. In Mühltal kostet die Mitgliedschaft im Verein 12€ / Jahr, hinzu kommt der Jahresbeitrag für den Landesverband; dieser liegt bei ca. 18€ (ohne Völker) und setzt sich wie folgt zusammen:
– Mitgliedschaft beim Landesverband LV Hessen 10 €
– Mitgliedschaft beim Deutschen Imkerbund 3,58 € zuzüglich Werbebeitrag 0,26 € pro Volk
– Mitgliederversicherung 2,10 €
– Rechtschutzversicherung 2,20 €
– Globalversicherung für Völker 0,65 € pro Volk
(Alle Details finden Sie auf der Homepage des Landesverbands Hessischer Imker e.V.)

Imkermaterial („Hardware“) wird zunächst vom Verein / dem Imkerpaten gestellt, so dass dem Jungimker außer der persönlichen „Grundausrüstung“ (Imkerbluse und Einmalhandschuhe, zusammen ca. 40€), keine Kosten entstehen.
Die Erfahrung zeigt, dass man sich für das zweite Jahr dann eine eigene Ausrüstung anschafft, wobei hier die Beuten am teuersten sind. Ein Set bekommt man für ca. 150€, man benötigt 3-4 Sets für 2-3 Völker.

Wir empfehlen dem Jungimker dann im zweiten Jahr an den Kursen zur Bienenhaltung des Landesverbands Hessischer Imker teilzunehmen, damit das erworbene Wissen auf eine breitere Grundlage gestellt wird. Bei diesen Kursen wird auch die „Gute Imkerliche Praxis“ vermittelt.

Wieviel Zeit muss man aufwenden?

Durchsicht - Bienen auf BrutwabeTypischerweise dauert eine Durchsicht der Völker zusammen mit dem Imkerpaten 2-4 Stunden bei ca. 8 Völkern, klassisch ist der Samstag- oder Sonntagnachmittag. Wenn man viel erklären muss, dauert es etwas länger, kann man schon gut zusammenarbeiten, geht alles fix und man ist schon nach 2 Stunden fertig. Es kommt halt darauf an…

Von Januar bis März gibt es wenig(er) zu tun. In der Hauptsaison (Mitte April bis Ende Juni) macht man die Durchsicht 1x pro Woche. Nach der Sommersonnenwende Ende Juni verringert sich der Aufwand wieder, auf ca. 1-2 Stunden pro Woche. Arbeiten an den Bienen und Urlaub kann man gut koordinieren. Im Winter stehen dann Nacharbeit und Vorbereitung für die nächste Saison an (vielleicht 1h pro Woche). Und dann natürlich die Aufbereitung und der Verkauf des Honigs und der anderen Produkte, die man vielleicht selbst herstellen will.

Beitrittserklärung Imkerverein Mühltal zum Download (PDF, 290 kB)